Besuch im NABU Artenschutzzentrum Leiferde
Am 01.08.2010 trafen sich zahlreiche Mitglieder des V.A.R.A.N. sowie weitere Terraristik-Stammtisch-Teilnehmer und Mitglieder der NABU Ortsgruppe Oyten zu einem gemeinsamen Besuch im NABU Artenschutzzentrum Leiferde. Die Geschäftsleitung Bärbel Rogoschik, eine studierte Biologin, ermöglichte uns mit einer lehrreichen und informativen Führung einen Einblick in den Alltag dieser Auffangstation.
Das Artenschutzzentrum hat sich zur Aufgabe gemacht, hilfebedürftige heimische Wildtieren zu pflegen uns möglichst nach Genesung wieder in ihren natürlichen Lebensraum auszuwildern bzw. anderenfalls an weitere öffentliche Einrichtungen zu vermitteln oder letztendlich dauerhaft einen Pflegeplatz anzubieten. Weiterhin handelt es sich bei dieser Einrichtung um eine staatlich anerkannte zentrale Storchenpflegestation Niedersachsens.
Mit einem großen Angebot von Exkursionen, Vorträgen, Infomaterialien und Führungen legt das Zentrum großen Wert auf Umweltpädagogik, die in der Bevölkerung bereits großen Anklang findet. Neben heimischen Tierarten wie Störche, Sing- und Greifvögel, Igel und Hasen bietet das Artenschutzzentrum auch zahlreichen Exoten wie Papageien und Reptilien eine möglichst artgerechte Unterkunft.
Frau Rogoschik berichtete u.a., wie all die zahlreichen Tiere in diese Station gelangten. Dabei reichte die Spannbreite von verletzten Störchen, die einst auf einer Hochspannungsleitung zur Landung ansetzten und aus dem Nest gefallenen Mauerseglern bis über in Eimern ausgesetzte Schildkröten und Papageien aus Beschlagnahmungen, die aus einem Tier-Messie-Haushalt stammten. Hierbei wurde deutlich, dass es sich bei diesem Job um harte körperliche und oftmals nervenaufreibende Arbeit handelt.
Schöne Highlights an diesem Nachmittag waren ein erst drei Wochen alter Storch (und damit später Nachzügler in diesem Jahr) sowie die Auswilderung eines flügge gewordenen Kuckucks.
Im anschließenden Gespräch zwischen der Geschäftsleitung und dem Vorstand des V.A.R.A.N., in dem sich der Verein mit seinen Intentionen und Vorhaben vorstellte, wurden die ersten Kontakte geknüpft und eine zukünftige Zusammenarbeit in Bezug auf eine deutschlandweite Vernetzung der Auffangstationen und Tierschutzvereinen angestrebt.
Wir danken der Geschäftsleitung Frau Rogoschik für diesen interessanten Nachmittag und hoffen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohl der Tiere.





